Kameraangst überwinden: 5 Techniken aus dem Coaching

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«Ich bin einfach kein Kameratyp.» Diesen Satz höre ich fast jedes Mal zu Beginn eines Coachings. Und fast jedes Mal ist er falsch – es braucht nur etwas Übung und die richtigen Techniken.

1. Sprechen Sie mit einer Person, nicht mit einer Linse

Stellen Sie sich vor, eine gute Bekannte sitzt genau hinter der Kamera. Sprechen Sie mit ihr, nicht in die Optik. Diese gedankliche Verschiebung verändert sofort Ihre Körpersprache.

2. Atmen Sie vor der Aufnahme

Drei tiefe Atemzüge vor dem Start reduzieren Adrenalin und senken die Stimmlage. Eine tiefere, ruhigere Stimme wirkt kompetenter und entspannter.

3. Akzeptieren Sie die erste Aufnahme als Wegwerfaufnahme

Nehmen Sie jedes Video zweimal auf. Die erste Aufnahme ist zum Warmwerden – kein Druck. Oft ist die zweite dann deutlich besser, manchmal aber auch die erste.

4. Stehen statt sitzen

Wer steht, hat mehr Energie, bessere Haltung und projiziert automatisch mehr Stimme. Wenn es das Setting erlaubt: Stehen Sie beim Aufnehmen.

5. Schauen Sie sich selbst zu

Ja, das ist unangenehm. Aber wer seine eigenen Videos analysiert – auch nur die ersten 30 Sekunden – verbessert sich schneller als durch jedes Coaching. Achten Sie auf: Augenkontakt, Sprechtempo, Körperhaltung.

Kameraangst ist kein Persönlichkeitsmerkmal. Sie ist eine Fähigkeit, die man trainieren kann. Und die gute Nachricht: Der Fortschritt ist meist schon nach wenigen Aufnahmen sichtbar.